So viel ist passiert, seit der SPIEGEL vor einem Monat berichtete. Es gab Kundgebungen in Berlin, Hamburg und München, die bereits mit den #ungebrochen Bannern arbeiteten. Ich erfuhr so viel überwältigende Solidarität und Unterstützung von Kämpferinnen, Aktivistinnen, Betroffenen oder einfach Menschen, die die Dringlichkeit einer Revision des Sexualstrafrechts, aber auch ein Umdenken in der Gesellschaft ebenso einfordern wie ich.
Ich wurde von sehr vielen Medien angesprochen und habe viele dieser Anfragen abgesagt. Für mich ist es zu früh, in Talkshows oder ähnlichen Formaten zu sitzen und über meine persönlichen Erlebnisse zu berichten. Das geht erstmal niemanden etwas an.
Aber ich habe dem ZDF, der ARD, dem NDR, afp, der ZEIT sehr gerne Rede und Antwort gestanden und es am 12. Juni sogar in die 20 Uhr Nachrichten der Tagesschau geschafft. Das ist so unfassbar auch für mich.
Ich habe aus eigener Kraft ein Crowdfunding ins Leben gerufen (noch im Januar absolut undenkbar!) – und auch hier nicht zuletzt von dem Team von GoodCrowd wertvolle Unterstützung erhalten. Mit dem Team von innn.it wiederum haben wir eine Petition abgesetzt, die innerhalb von einer Woche mehr als 100.000 Unterschriften führte. Darunter als Erstunterzeichner*innen Frauen wie Ruth Moschner, Ursula Karven, Kim Hoss, Natalia Wörner, Nicole Zacharias und viele andere.
Auch wenn die Justizministerkonferenz mit den Stimmen von CDU und CSU die „Nur-Ja-heißt-Ja“-Regel abgeschmettert hat, konnten wir in Sachen Verjährung doch schon eine geplante Gesetzesänderung erwirken.
Ich bin nun am 6. Juli ins Justizministerium eingeladen. Ich hoffe, dass ich am Rande der Veranstaltung die Möglichkeit habe, auch über meinen Fall noch zu sprechen.
Darüber hinaus bin ich für einen sehr schönen Preis nominiert. Die Zeitschrift EMOTION hat mich in der Kategorie „Frau der Stunde“ nominiert.
Bis zum 30. Juni könnt ihr noch hier abstimmen.